Casino Kapitalismus Unwort des Jahres 2009

Ade Kasino Kapitalismus?
Schaut man auf die Berichterstattung der vergangenen Monate, scheint sich bereits ein Unwort des Jahres 2009 herauszukristallisieren: Casino Kapitalismus. Selbst der Spiegel titelt bereits so und man fragt sich ernsthaft, was an ein bisschen Spielen so schrecklich ist. Vermutlich ist es genau der schmale Grad zwischen ein bisschen und viel Spielen.

Denn eins ist klar, gewinnen kann man im Casino eigentlich nicht. Die Tricks der Casino Kapitalisten sind aber nicht mit Roulette und Co zu vergleichen, da man ja von vornherein weiß, dass man nicht gewinnen kann: beim Roulette hat man keine 50 Prozent Chance, da es die Null im Roulette Kessel gibt. Also verliert man über kurz oder lang beim Roulette spielen. Das ist aber klar und man kann sich amüsieren, es sei denn man gehört zu den krankhaften Spielern, die nicht wahr haben wollen, dass sie nicht gewinnen können.

Möglicherweise hat Casino Kapitalismus etwas mit Zauberei zu tun, schließlich konnte Madoff einfach so 50 Milliarden verschwinden lassen, so wie ein Zauberer ein Kaninchen in seinem Zylinder verschwinden lässt. Allerdings ist Madoff kein besonders guter Zauberer, da ein normaler Zauberer das Kaninchen auch wieder aus dem Zylinder zurückholen kann. Das konnte Madoff mit den 50 Milliarden nicht.

Im Internet machen auch schon obskure Angebote die Runde. Man kann einen schufafreien Kredit aufnehmen und damit Forex Trading finanzieren. Von wem der sündhaft teure Kredit letztlich kommt, ist nicht ganz klar. Vermutlich muss der Forex Händler sich aber ernsthafte Sorgen um seine Gesundheit machen, wenn er seinen ganzen Einsatz verliert.